Indica, Sativa, Hybrid: Was die Begriffe wirklich bedeuten
Auf fast jeder Sortenseite steht ein Verhältnis wie „20 % Sativa, 80 % Indica“. Der Artikel erklärt, woher diese Angaben kommen und wie du sie einordnen solltest.
Woher die Begriffe kommen
Die Begriffe stammen aus der Botanik. Sie beschreiben ursprünglich Pflanzen aus unterschiedlichen Regionen und mit unterschiedlicher Wuchsform. Später wurden sie im Handel auf Sorten übertragen, auch auf solche, die aus vielen Kreuzungen entstanden sind.
Was sie über die Pflanze sagen
Als Faustregel gilt: Indica-dominante Pflanzen wachsen eher gedrungen mit breiten Blättern. Sativa-dominante Pflanzen wachsen eher hoch mit schmaleren Blättern. Auch die Blütezeit unterscheidet sich oft: Sativa-lastige Sorten brauchen häufig länger.
Das sind Tendenzen, keine Regeln. Moderne Sorten sind meist stark gekreuzt, sodass die Angabe eher ein grober Hinweis auf die Abstammung ist.
Was sie nicht sicher sagen
Im Handel werden die Begriffe oft mit Wirkungen verknüpft. Ob diese Zuordnung zuverlässig ist, ist wissenschaftlich umstritten. Die Wirkung hängt von vielen Faktoren ab, unter anderem von der Zusammensetzung der Inhaltsstoffe, der Person und der Situation. Darum bewerten wir auf dieser Seite keine Wirkung.
Was ein Hybrid ist
Ein Hybrid ist eine Kreuzung aus verschiedenen Linien. Fast alle heutigen Sorten sind in diesem Sinn Hybride. Die Prozentangabe zeigt, welche Linie in der Abstammung überwiegt, nicht wie eine Sorte wirkt.
So liest du die Angabe auf einer Sortenseite
- Das Verhältnis (zum Beispiel 20/80) beschreibt die Abstammung, nicht die Wirkung.
- Prüfe, ob zusätzlich THC-Spanne, Blütezeit und ein Laborbericht angegeben sind.
- Fehlt die Angabe, ist das ein Hinweis auf geringere Datenvollständigkeit. Es sagt nichts über die Qualität.